PREISTRÄGER

FRANZ STOCK PREIS 2018

Der FRANZ STOCK PREIS  2018 wurde der französischen Sektion Église en Détresse (A.E.D.) des Hilfswerkes Kirche in Not  für das Projekt “Wiederaufbau des Priesterseminars von Kasaï in der Demokratischen Republik Kongo” verliehen

DIE OFFIZIELLE PREISVERLEIHUNG

In Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten und hoher Vertreter der Behörden des Départements Eure-et-Loir und der Diözese von Chartres, wurde in Chartres, am 15. November 2018, im Rahmen eines feierlichen Festakts, der Franz Stock Preis 2018 an Marc Fromager, Direktor der Stiftung Kirche in Not in Frankreich (Aide à l’Église en Détresse) offiziell überreicht.

In den nachfolgenden Festreden wurde daran erinnert, dass die Vergabe des Franz Stock Preises 2018 auch an den 70. Jahrestag des Todes von Franz Stock erinnert, der am 24. Februar 1948 im Alter von 43 Jahren in dem Pariser Krankenhaus Cochin verstorben ist.

Der Franz Stock Preis 2018 wurde der Stiftung Kirche in Not/Aide à l’Église en Détresse (A.E.D.) verliehen, um das Projekt des Wiederaufbaus des Großen Priesterseminars Christ-König in der Provinz Kasaï, im Kongo, zu unterstützen. Das Seminar war im März 2017 während einer Rebellion durch Milizen zerstört worden.

Die Stiftung A.E.D. ist bekannt für ihren Einsatz und ihre Hilfe, die sie vertriebenen Flüchtlingen entgegenbringt. Ihre bemerkenswerte Hilfsaktion während der Syrienkrise, die schon seit über acht Jahren schwelt, hat weltweit großes Echo in den Medien gefunden.

Die A.E.D. ist auch bekannt für ihre von hoher Qualität gekennzeichneten Publikationen, insbesondere für die Zeitschrift L’Église dans le Monde (Die Kirche in der Welt), der Marc Fromager als Chefredakteur vorsteht, oder auch der alle zwei Jahre erscheinende Bericht über die Religionsfreiheit in der Welt.

Im vergangenen Jahr 2017 sind 215 Millionen Christen verfolgt worden, 3000 starben für ihren Glauben, und 800 Kirchen waren Ziel feindlicher Angriffe.

Die Aktion, die das besondere Interesse der Jury des C.I.F.S. auf sich gezogen hat, ist das Projekt, das den Wiederaufbau des Großen Priesterseminars Christ-König in der Provinz Kasaï im Kongo vorsieht.

Unter den vorherrschenden Umständen der Gewalt und Christenverfolgung ein Priesterseminar als Ort des Gebetes und der Ausbildung, wiederaufbauen, in einer Provinz, in der interethnische und religiöse Gewalt herrscht, so wie es derzeit in der Demokratischen Republik des Kongos der Fall ist, bedeutet, nicht mit Waffen auf Gewalt zu reagieren, sondern durch einen Akt der Glaubensbezeugung und der Vermittlung von Wissen, symbolhaft durch Unterricht und Erziehung, in Brüderlichkeit und Frieden, Brücken zu bauen.

Die sind fundamentale Werte für friedliche Beziehungen in unserer Welt, die es ermöglichen, dass sich Völker im Dialog annähern, um nach der Wahrheit zu suchen.

Im Namen dieser Werte des Glaubens und des Wissens freut sich das C.I.F.S., durch seine Preisdotierung zum raschen Wiederaufbau dieses Priesterseminars beitragen zu können.

In der Tat handelt es sich hierbei um ein Projekt, das in mehrerer Hinsicht, unter den aktuellen Gegebenheiten, Franz Stock als historische Figur, und die Werte, die er beispielhaft vorgelebt hat, zu illustrieren.

Zum einen sind die Aufgaben, die sich die A.E.D. vorgegeben hat, auch die des Priesters während des Zweiten Weltkrieges, und die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben : mit und für die Verfolgten zu beten ; sozial Schwächere zu unterstützen ; Priestern in ihrem Apostolat helfend beizustehen.

Es können in diesem Sinne auch die Parallelen zwischen dem Leben des Begründers der A.E.D. und der Persönlichkeit von Franz Stock hervorgehoben werden. Es war ein niederländischer Kanonikus, Pater Werenfried Van Straaten, der 1947 die Vereinigung A.E.D. ins Leben gerufen hat, ein Jahr vor Franz Stocks Tod 1948. Pater Werenfried wollte damals den deutschen Flüchtlingen aus der Deutschen Demokratischen Republik zu Hilfe kommen, die dem sovietischen Regime entfliehen wollten. Auch heute noch, wo die A.E.D. einen internationalen Status als Stiftung hat, besteht noch immer eine besondere Beziehung zu Deutschland, wo sich ihr internationaler Sitz befindet.

Ausschlaggebend für die Jury des C.I.F.S. war aber auch die frappierende Parallele zwischen dem Projekt des Wiederaufbaus eines Priesterseminars und dem Priesterseminar bei Chartres-Le Coudray, wo Franz Stock als Gründerfigur des berühmten Seminars « hinter dem Stacheldraht » gewirkt hat. In beiden Fällen steht das persönliche Engagement und der Glauben im Vordergrund, handelt es sich doch darum, durch Unterrichtung einen spirituellen Wandel vorzubereiten, unter dies unter voller Berücksichtigung der Werte des Evangeliums.

Diese Werte hat Franz Stock bis zu seinem Tod beispielhaft verkörpert : die Vergangenheit verzeihen, die Gegenwart ertragen helfen und Versöhnen, um die Zukunft vorzubereiten.

Diese Figuren des Glaubens sollen uns daran erinnern, dass auch in den Momenten der tiefsten Finsternis das Licht der Hoffnung scheint. Diese Hoffnung darf aber kein naiver Optimismus oder passives Abwarten sein: es ist unsere Aufgabe, nicht handlungsunfähiger Zuschauer zu sein, sondern all jene zu unterstützen, die zu Unrecht wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

In diesem Zusammenhang sei der französische Philosoph André Comte-Sponville zitiert, der sich selber als der „Atheist vom Dienst“ bezeichnet :

„Christen zu verteidigen, wenn sie wegen ihres Glaubens bedroht werden, heißt nicht, eine Religion gegen eine andere zu verteidigen: es bedeutet, unsere gemeinsame Freiheit zu glauben oder nicht zu glauben, überall da zu verteidigen, wo sie angegriffen wird.“

Und damit diese Freiheit konkret bestehen kann, müssen auch weiterhin in Zukunft alle Maßnahmen unterstützt werden, die sie ermöglichen.

Deshalb ist es uns eine grosse Freude, den Franz Stock Preis 2018 an Marc Fromager und die A.E.D. feierlich für den Wiederaufbau des Grossen Priesterseminars der Provinz Kasaï in der Demokratischen Republik Kongo überreichen zu dürfen.

 

Die Persönlichkeit der Gründerfigur des heute weltweit wirkenden Hilfswerkes Kirche in Not, Pater Werenfrieds Van Straaten, und die Leitlinien seiner Aktion verbinden das Hilfswerk Kirche in Not eng mit dem Wirken Franz Stocks.

Kirche in Not war 1947 von dem niederländischen Prämonstratenserpater Werenfried Van Straaten (1913-2003) gegründet worden, um den deutschen Flüchtlingen in der ersten Nachkriegszeit zu Hilfe zu kommen. In den nachfolgenden Jahren unterstützte Kirche in Not auch die Christen, die unter dem Sovietregime verfolgt wurden. Das seit 2011 zur päpstlichen Stiftung erhobene Hilfswerk Kirche in Not  unterstützt unablässig weltweit Priester in ihrem pastoralen Wirken, auch und gerade unter den schwierigsten Bedingungen, und appelliert dabei stets an den Geist der Versöhnung und des Friedens.

Die von Marc Fromager geleitete französische Sektion A.E.D. von Kirche in Not erfüllt heute drei wichtige Aufgaben, die der Gründer des Hilfswerkes vorgegeben hatte : für die verfolgten Christen zu beten, über die Religionsfreiheit in der Welt zu informieren, und die Spenden zu verteilen, die das Hilfswerk dank zahlreicher karitativen Massnahmen sammeln kann. Insbesondere unterstützt Kirche in Not den Bischöfen vor Ort in ihren Diözesen, und kommt dort den verfolgten Flüchtlingen zu Hilfe, baut Kirchen und verteilt Stipendien.

Das Preisgeld in Höhe von 4000 Euro ist für den Wiederaufbau des durch Rebellenmilizen verwüsteten und durch Feuer teilweise zerstörten Priesterseminars Christ-König von Kasaï in der Demokratischen Republik Kongo bestimmt.

Weitere Informationen zu Kirche in Not gibt es unter www.kirche-in-not.de

Das Pressedosier zum Franz Stock Preis 2018 hier (französische Version) herunterladen.

 

 

 

 

 

 

FRANZ STOCK PREIS 2017

Der Preisträger des Franz-Stock-Preises 2017 ist das CARAVAN-Projekt des Malteserordens.

Die offizielle Preisverleihung fand am 24. Februar 2017 in Paris, im Sitz des Malteserordens, statt.

Der Bevollmächtigte der deutschen Botschaft in Paris, Herr Pascal Hector, überreicht Gonzague d’Harambure stellvertretend für die Jungen Malteser des CARAVAN-Projektes den Franz-Stock-Preis 2017

Ansprache des Bevollmächtigten der deutschen Botschaft in Paris, Herrn Pascal Hector, anlässlich der offiziellen Preisverleihung des Franz-Stock-Preises 2017 (in französischer Sprache)

Das Pressedossier hier herunterladen.

 

« Das CARAVAN-Projekt : 10 Monate im Libanon, die miteinander verbinden »

Das CARAVAN-Projekt für junge Mitglieder des Malteserordens ermöglicht jedes Jahr zehn bis zwölf jungen Erwachsenen unterschiedlichster Nationalitäten zehn Monate im Libanon zu verbringen, um dort das Leitwort des Malteserordens Tuitio Fidei et Obsequium Pauperum („Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“) zu vertiefen und ganz konkret in die Tat umzusetzen. In der Tat finden sich beide Aspekte dieser Devise im CARAVAN-Projekt vorzüglich vereint.

Die jungen Freiwilligen, die am CARAVAN-Projekt teilnehmen, kümmern sich in Beirut in Heimen um schwer behinderte Menschen.

Sie nehmen auch an einem hochwertigen Bildungsprogramm teil, das sowohl akademische als auch spirituelle Aktivitäten umfasst, wie z. B. ein Seminar über die Geschichte und die Kultur des Mittleren Ostens, das Christentum und den Islam.

Die jungen Erwachsenen, die sich heute an diesem Projekt beteiligen, zeigen viel soziales Engagement. Sie lernen dort, sich in den Dienst „des Anderen“ zu stellen, und Unterschiede zu respektieren.

Nach ihrer Rückkehr werden die Karawanisten zu Botschaftern dieses Zivilisationsprojektes, das sich auf die Nächstenliebe und das Zusammenleben unter Wahrung der menschlichen Würde gründet, und das sich vorrangig um die Armen, die Kranken, die Behinderten und alten Menschen kümmert.

Das Malteser CARAVAN-Projekt ermöglicht jungen Menschen nicht nur,  ihren Horizont auf vielerlei Ebenen zu erweitern und den Alltag behinderter Menschen im Libanon zu verändern, sondern leistet auch konkret einen Beitrag zum Frieden und zum Dialog zwischen den Religionen.

Weitere Informationen gibt es unter www.orderofmalta-caravan.com

Das Dossier zum CARAVAN-Projekt hier  herunterladen.

Der Projektverantwortliche :

Gonzague d’Harambure

Mail : gdharambure@hotmail.com

Tel.:  00 33 (0)6 12 82 24 98

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